Profil und Geschichte des Arbeitskreises

Profil des Arbeitskreises

Der Umgang mit Alt- und Sonderbeständen ist zurzeit von zwei fast schon gegenläufigen Tendenzen gekennzeichnet.

Einerseits ist die Arbeit mit historischen Sammlungen in den Häusern selbst, gerade in den großen Universitätsbibliotheken, inzwischen zu einer Spezialaufgabe geworden, die besondere Kenntnisse (alte und fremde Sprachen, Paläographie, Buch- und Bibliothekskunde) voraussetzt und deshalb nur noch von wenigen, besonders qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleistet werden kann.

Andererseits erfordert die zunehmende Verflechtung der Bibliotheken die Kooperation untereinander, um gemeinsame Standards, etwa in der Erschließung und Benutzung von Alt- und Sonderbeständen oder bei der Bestandserhaltung, zu erreichen. Dementsprechend haben sich in den letzten Jahren einige regionale und überregionale Gremien gebildet, in denen Altbestandsbibliothekarinnen und -bibliothekare zusammenarbeiten.

In Nordrhein-Westfalen haben die drei großen Universitäts- und Landesbibliotheken (Bonn, Düsseldorf und Münster) sowie die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln schon länger eng kooperiert, vor allem bei Bestandserhaltungsprojekten und -maßnahmen. Die ULB Münster und die USB Köln betreuen zusätzlich die Arbeitsstellen für Historische Buchbestände in Westfalen und im Rheinland und sind damit die Kontaktstellen für zahlreiche kleinere Bibliotheken in nichtstaatlicher Trägerschaft mit bedeutenden Alt- und Sonderbeständen in beiden Regionen.

Gründung und Entwicklung des Arbeitskreises

Zu einer umfassenderen Zusammenarbeit zwischen den nordrhein-westfälischen Altbestandsbibliotheken kam es im Jahr 2005. Nicht weniger als zehn Bibliotheken erarbeiteten gemeinsam eine Ausstellung zu den historischen Sammlungen in Nordrhein-Westfalen, die mit guter Resonanz im Düsseldorfer Landtag gezeigt wurde (Ausstellungskatalog: Schätze aus den Bibliotheken Nordrhein-Westfalens. Hrsg. im Auftrag des Verbandes der Bibliotheken des Landes Nordrhein-Westfalen. - Weilerswist 2005).

Die gute Zusammenarbeit bei der Vorbereitung und der Durchführung der Ausstellung sowie die dabei geknüpften Kontakte legten die Idee einer weiteren vertieften Zusammenarbeit in institutionalisierter Form nahe. Vertreter der Universitäts- und Landesbibliotheken in Bonn, Düsseldorf und Münster sowie der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln beschlossen deshalb im März 2007 die Gründung eines Arbeitskreises, um die Erschließung, Erhaltung und Benutzung des Altbestands zu verbessern. Dieses Gremium sollte allen Altbestandsbibliotheken des hbz-Verbundes offen stehen. Damit war von vorneherein die Einbeziehung auch rheinland-pfälzischer Bibliotheken mit wertvollen Alt- und Sonderbeständen intendiert.

Der „Arbeitskreis Altes Buch in Rheinland und Westfalen" (seit 2010: „Arbeitskreis Historische Bestände in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz“), somit unter ausdrücklicher Einbeziehung der Bibliotheken in Detmold, Speyer, Mainz und Trier, konstituierte sich im Herbst 2007.

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