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Die Arbeitsstelle für Standardisierung (AfS) benötigt Ihr Feedback für das Einbringen der Anwendungsrichtlinien in die neue Umgebung im RDA Toolkit:
 
Bei der Erstimplementierung der RDA hatten wir uns, u. a. auch aus organisatorischen Gründen, dazu entschlossen, ein Baukastenprinzip für die Anwendungsrichtlinien (AWR) vorzusehen. Eine AWR kann also bestehen aus:

  • einer Anwendungsregel
  • einer Erläuterung und
  • einer Arbeits- oder Erfassungshilfe. 

In der neuen Toolkitumgebung ist eine grobe Struktur für die AWR vorgesehen. Hierbei macht eine Trennung zwischen Anwendungsregel und Erläuterung nicht mehr viel Sinn. Dazu kommt, dass die Texte der DACH sowohl im Regelteil als auch in den Erläuterungen sehr umfangreich sind.

In Kürze werden wir in der AfS damit beginnen, die Anwendungsrichtlinien in das neue Toolkit einzubringen. Da dies in den meisten Fällen händisch geschehen wird, also einen gewissen Aufwand erzeugt, möchten wir die Gelegenheit nutzen, die DACH-AWR auch formal zu evaluieren. Hier unsere Fragen an Sie:

  • Werden die Erläuterungen in der Praxis genutzt?
  • Reichen die Anwendungsregeln auch ohne Erläuterungen aus?
  • Gibt es Erfahrungen, ob die Texte generell zu verbessern wären (zu lang, zu umständlich usw.)? 
    Die Arbeits- bzw. Erfassungshilfen sind von diesen Überlegungen nicht betroffen.

Wir freuen uns, Ihre Rückmeldungen sobald wie möglich, spätestens aber bis zum 9. April 2019 zu erhalten, bitte nutzen Sie dafür die Tabelle auf dieser Seite.

->Ergebnis der Umfrage im hbz-Verbund

Bibliothek

Kommentar

RWTH Aachen, Fakultät für Architektur
Fakultätsbibliothek / Lehrstuhl für Kunstgeschichte

Zu meinem Hintergrund: Ich erfasse für eine Fakultätsbibliothek (Architektur und Kunstgeschichte) innerhalb des Bibliothekssystems der RWTH Aachen ca. 1000 Einheiten pro Jahr, davon etwa die Hälfte Neuaufnahmen. Geschult wurde ich durch die Kolleginnen der UB, 2 RDA Schulungen in Köln und einer RDA Spezial Schulung für Kunst- und Museumsbibliotheken. Von Hause aus bin ich promovierte Kunsthistorikerin und habe das Referendariat für den höheren Dienst an wissenschaftlichen Bibliotheken abgeschlossen.

Dennoch erschließen sich mir die RDA größtenteils nicht. Ich empfinde sie als "verkopftes" System, als ob über eine praktisch zu erledigende Arbeit eine Pseudo-Philosophie gestülpt wurde, damit sich BibliothekarInnen besser fühlen.
Auf dieser Grundlage ist es natürlich problematisch mit den erklärenden Texten zu arbeiten.

- ich nutze die Erläuterungen in der Praxis kaum. Generell sind die Texte zu lang und zu umständlich, treffende Beispiele fehlen in der Regel, oder sind nicht schnell genug zu finden.
- die Anwendungsregeln reichen ohne die Erläuterungen, da sie doch eigentlich selbst Erläuterungen sind.
- meine Kolleginnen und ich in den Institutsbibliotheken verfassen unsere eigenen "Handbücher" und Erläuterungen, erstellen jeweils eigene Beispielsammlungen in dem wir wöchentlich Probleme gemeinsam diskutieren. So eine "Parallelwelt" sollte eigentlich unnötig sein.

TH Köln

Wir sprechen uns sehr dafür aus, dass alle Informationen, die in den Anwendungsregeln und Erläuterungstexten enthalten sind, erhalten bleiben. Dabei ist uns die formalen Struktur nicht wichtig (Trennung oder Zusammenführung). Die Erläuterungen stellen  für uns neben Schulungsunterlagen, Regelwerkstexten, Anwendungsregeln und Arbeitshilfen eine zusätzliche Hilfestellung dar, auf die wir nicht verzichten möchten."

UB Bielefeld

Es wird begrüßt, wenn zu einem RDA-Eintrag direkt die zutreffende/zugehörige D-A-CH AWR angezeigt wird. (Vor allem, wenn die AWR nur aus einem knappen "wenden Sie die Option nicht an" besteht, die nur im Zusammenhang mit der RDA-Regel Sinn ergibt.)

Noch besser wäre es, in der Übersetzung nur die endgültige Regel zu nennen und wegzulassen, was nicht angewendet werden soll. Die AWR bestünde dann nur aus dem Hinweis "Die im Originaltext genannte Alternative wird nicht angewendet."

Oder wie es die Diözesan- und Dombibliothek Köln sehr treffend formuliert:

"Wir wünschen uns einen integrierten Text, in dem genau die Regeln stehen, die im deutschen Sprachgebiet anzuwenden sind."


Mehr konkrete (dtspr.) Beispiele sind wünschenswert. Gerne auch als Links aus der jeweiligen AWR zu einer gemeinsamen aktuellen Beispielsammlung. Die Fragen & Antworten zu den Schulungsunterlagen im HBZ-Wiki werden als hilfreich gelobt und gerne genutzt. Es wird aber auch gegoogelt und mit Kolleginnen diskutiert, um die Regeln einheitlich zu interpretieren.
Alle in den Verbünden vorhandenen Beispielsammlungen sollten mit den Beispielen aus den DNB-Schulungen zusammengeführt werden und von der Community gemeinsam gepflegt werden. (Offensichtlich gibt es auch in einzelnen Bibliotheken jeweils Beispielsammlungen, die sicher ein wertvoller Beitrag wären.) Eine solche Beispielsammlung könnte auch die FAMI-Ausbildung unterstützen.

Kritik an den alten AWR im bisherigen RDA-Toolkit
- wenn man einen Punkt im Inhaltsverzeichnis anwählt, sollte auch nur dieser angezeigt werden. Dass man durch Scrollen zum nächsten (Unter-) punkt gelangt, macht das Ganze nur unübersichtlich.
- Die Überschriften in Großbuchstaben sind schlecht lesbar (besser: nach normaler Rechtschreibung).
- Die Überschriften waren unverhältnismäßig groß im Vergleich zu den meist kurzen Inhalten.
- Folgt man in den DACH-Regeln einem Link in die RDA, landet man in einer Darstellung ohne Inhaltsverzeichnis. Zwar gibt es die Funktion "Inhaltsverzeichnis synchronisieren", doch tut sich scheinbar nichts bei ihrer Nutzung.

ZB MED

Die Erläuterungen werden genutzt und sollten aus unserer Sicht erhalten bleiben. Die RDA sind zu abstrakt-allgemein gehalten, um damit allein auszukommen, so dass die Aufgabe der AWR darin bestehen sollte, noch mehr Eindeutigkeit und Präzisierungen (evtl. durch mehr Beispiele) als bisher für die Praxis zu gewährleisten.

UB Duisburg-Essen

Grundsätzlich nutzen wir die AWR plus Erläuterungen, die u.E. mehr Praxisnähe aufweisen und auch optisch anschaulicher sind.
Je nach Sachverhalt gibt es AWR mit oder ohne Erläuterungen, aber am wichtigsten sind die „alltagstauglichen“ Beispiele (die sich sehr gut unterschieden von den Beispielen im Toolkit).
Auch wir pflegen eine Beispielsammlung mit Fällen aus dem eigenen Haus, diese Sammlung wird allerdings parallel genutzt zu den AWR und Erläuterungen.
Da wir nicht wissen, wie das überarbeitete Toolkit aussieht und wie man es benutzen wird, können wir auch nicht sagen, in welcher Relation künftige Erläuterungen zum Regelwerkstext stehen.
Nach dem jetzigen Stand würden wir auf diese zusätzlichen Erklärungen nicht verzichten wollen. (464 und 465, sn und br, 27.03.2019)

 KMB Köln

Die Erläuterungstexte werden als zusätzliche Hilfe genutzt und sollten aus unserer Sicht weiterhin - insbesondere für Fragefälle - zur Verfügung stehen. 

UB Wuppertal

Bei uns werden AWR und Erläuterungen gleichermaßen genutzt, ohne dass wir hier explizit unterscheiden. Die Abgrenzung ist häufig auch nicht eindeutig. Hinzu kommt, dass gerade auch bei den Erläuterungen oft umfangreiche Beispiellisten zu finden sind. Daher möchten wir keinesfalls auf die Erläuterungen verzichten. Vorstellen könnten wir uns, beide Formen unter einem gemeinsamen Begriff zu vereinen.

UB Aachen

  • Ja, wir nutzen die Erläuterungstexte. Gerne nennen wir hier die Erläuterung zu DACH AWR 19.2.1.1.1 (Körperschaften, die als geistige Schöpfer angesehen werden). Durch diese Erläuterung wird der „nackte“ RDA-Text erst sprachlich und beispielhaft greifbar.
  • Die Inhalte dieser Erläuterungen könnten direkt in den DACH AWR verankert werden - ohne separate Kennzeichnung. Entscheidend ist, dass die Inhalte der DACH AWR in verständlicher Sprache und mit treffenden Beispielen dargestellt werden, so dass alle Anwender dieses Regelwerks wissen, was tatsächlich gemeint ist. Eine strukturelle Trennung zwischen DACH AWR und Erläuterung wäre daher unnötig.
  • Die Texte sind verständlich und oftmals mit Beispielen versehen, was die Regelanwendung erleichtert. Wir teilen allerdings die Kritik zur Ergonomie aus der UB Bielefeld. Gerade im Bereich der recht häufig vorkommenden Verlinkungen innerhalb der Textstellen ist es eine Herausforderung, die Orientierung zu behalten. Dies ist sicherlich ausbaufähig.

UB Koblenz Landau

Wir benutzen die Erläuterungen in der Praxis; dabei bestimmte Stellen häufiger. In diesen Fällen wird meist die DACH-AWR im Reiter "Ressourcen" direkt angewählt.

Da die 3R-Regeln nach dem jetzigen Eindruck allgemeiner gehalten sind und viele Wahlmöglichkeiten bieten, wird unserer Ansicht nach den Anwendungsregeln in Zukunft noch mehr Bedeutung zukommen. Deshalb finden wir sowohl Anwendungsregeln als auch Erläuterungen für die Praxis sehr wichtig.

Anwendungsregeln/Erläuterungen, die wir gut gelungen finden und deshalb wiederkehrend verwenden, sind zum Beispiel
- DACH-AWR zu 2.5.2.1 (Ausgabebezeichnung)
- DACH-AWR zu 2.6 (Zählungen von fortlaufenden Ressourcen)
- DACH-AWR zu 2.8.6.6 (Erscheinungsdatum ... nicht ermittelbar)
- DACH-AWR zu 19.2.1.1.1 (Körperschaft als geistiger Schöpfer)

Generelle Anmerkungen zur Benutzung der Anwendungsregeln:

- Gut für die Orientierung ist, dass die Beispiele im Text hervorgehoben sind
- Die Zweifelsfall-Regelungen als Entscheidungshilfen finden wir sehr nützlich
- Praktisch ist die Verlinkung der Arbeitshilfen, wie zum Beispiel bei DACH-AWR zu 7.2.1.3 (Art des Inhalts).
- Die einzelnen Einträge im Index der Anwendungsregeln sind leider teilweise nicht aussagekräftig und deshalb zum Navigieren nur schwer zu benutzen wenn zum Beispiel eine Überschrift nur heißt "... Optionale Weglassung". Außerdem werden für ein Kapitel sofort alle Indexeinträge angezeigt, was unübersichtlich wirkt und das gezielten Auswählen einer Stelle aus dem Index erschwert.
- Wenn sich nach einer sehr ausführlichen Anwendungsregel noch weitere Erläuterungen anschließen, kann man leicht den Überblick verlieren. Hier wäre entweder eine Integration von AWR und Erläuterung sinnvoll oder eine Verlinkung auf die Bezugsstelle in der Anwendungsregel.
Ein Beispiel dafür ist die von uns sehr häufig genutzte frühere DACH-AWR zu 2.1 (Grundlage für die Identifizierung einer Ressource). In der neu in DACH-AWR 1.11 integrierten Version finden wir die Darstellung übersichtlicher.

ULB Münster

Die ULB Münster nutzt die Erläuterungen in der Praxis, da sie wesentliche Informationen enthalten. Die Anwendungsregeln reichen ohne Erläuterungen nicht aus, beide sollten aber in ein Dokument integriert werden. Layout und Struktur (lange Sätze, textlastige kompakte Absätze … ) sind verbesserungswürdig. Wir bevorzugen kürzere Sätze und Aufzählungen, damit eine größere Übersichtlichkeit gewährleistet ist. Wir wünschen uns mehr Beispiele.

ULB Bonn

Die Erläuterungen werden von uns genutzt und sollten in die Anwendungsregeln passend integriert werden. Die Unterscheidung zwischen Erläuterungen und Anwendungsregeln sehen wir als überflüssig an.

Die Institutsbibliotheken empfinden die DACH-Texte allgemein als "sperrig". Es sollte größerer Wert auf ihre Verständlichkeit und leichtere Erfassbarkeit gelegt werden.

Wir wünschen uns insgesamt mehr Beispiele.

UB Siegen

Nutzen es selten.  Bitten um ausführliche Erläuterungen mit Beispielen.

UB Trier

Wir finden die Erläuterungen hilfreich. Eine Trennung von Anwendungsregel und Erläuterung ist unseres Erachtens nicht erforderlich; wenn die Anwendungsregeln schon recht lang sind und dann erst die Erläuterungen zu einzelnen Punkten folgen, erschwert die Trennung eher die Zuordnung von Anwendungsregel und Erläuterung (Beispiel D-A-CH AWR für 2.1).
Wir können nicht ausschließen, dass (inzwischen) einige Erläuterungen entbehrlich sind oder gekürzt werden können, finden allerdings keine Beispiele.
Gelegentlich kommt die Frage auf, ob die Formulierung „Erfassen Sie …“ im Sinne von „muss erfasst werden“ auch bei Nicht-Standardelementen zu verstehen ist (Beispiel D-A-CH AWR für 2.17.12, Anmerkung zur Erscheinungsfrequenz, Erläuterung).
Vielleicht würde es die Anwendung vereinfachen, wenn die Formulierungen (z.B. „bei Bedarf“, „können Sie“, „wird empfohlen“) eindeutiger (oder einheitlicher?) wären.
Beispiele kann es natürlich gar nicht genug geben.

UB Hagen

1) Werden die Erläuterungen in der Praxis genutzt?

In der alltäglichen Katalogisierungspraxis starten wir häufig in den Schulungsunterlagen oder dem Lehrbuch/Blog von Wiesenmüller/Horny, gehen über die dort angegebenen Regelwerksstellen ins Toolkit und gelangen so über den allgemeinen Regelwerkstext zu den Anwendungsregeln und Erläuterungen. Wir nutzen die AWR plus Erläuterungen, wir unterscheiden hier nicht. Die Arbeits- bzw. Erfassungshilfen der DNB haben sich in vielen Fällen als hilfreich erwiesen, daher steigen wir auch gerne damit in die Klärung einer Katalogisierungsfrage ein.

2) Reichen die Anwendungsregeln auch ohne Erläuterungen aus?

Die Informationen, die in den Erläuterungstexten enthalten sind, sollten erhalten bleiben. Die Erläuterungen konkretisieren in vielen Fällen die Anwendungsregeln oder bieten Links auf weitere hilfreiche Toolkitstellen an. Vor allem die Bespiele, die häufig in den Erläuterungen untergebracht sind, sind sehr hilfreich.

Die Erläuterungen müssen allerdings nicht von den Anwendungsregeln abgetrennt sein, besonders da sich uns die Abgrenzung in Bezug auf die darin enthaltenen Inhalte nicht immer erschließt.

3) Gibt es Erfahrungen, ob die Texte generell zu verbessern wären (zu lang, zu umständlich usw.)?

Generell denken wir, dass es für die Verständlichkeit des (neuen) RDA-Regelwerktextes hilfreich wäre, wenn die deutsche Übersetzung nicht ganz eng am englischen Original liegen würde. Grundsätzlich ist es unserer Einschätzung nach auch so, dass das Toolkit ohne die Schulungsunterlagen-Kenntnisse kaum anwendbar wäre.

Zu den AWR und Erläuterungen: Texte mit verschachtelten Sätzen sind für uns besonders schwer lesbar, wenn sie am Bildschirm präsentiert werden. Daher plädieren wir für kurze Sätze. Informationen, die in Klammern erscheinen, würden wir lieber in einem neuen Satz lesen. Vielleicht könnte man sich mehr an der Sprache orientieren, die Wiesenmüller/Horny in ihrem "Basiswissen RDA" verwenden.

Bekräftigen würden wir gerne den Wunsch der UB Bielefeld, dass zum RDA-Text direkt die zugehörige AWR angezeigt wird. Wir wünschen uns eine bessere Integration der AWR, zumindest eine komfortable Möglichkeit die AWR parallel zum Regelwerkstext anzeigen zu lassen.

Insbesondere da angekündigt worden ist, dass der neue Regelwerkstext praktisch nur aus Optionen bestehen wird, halten wir es für umso wichtiger direkt zu sehen, welche Option im DACH-Raum Anwendung findet.

Auch was die Darstellung der aktuellen AWR im bisherigen RDA-Toolkit angeht, möchten wir uns gerne der Kritik der UB Bielefeld anschließen.

UB Dortmund

Wir nutzen Anwendungsregeln UND Erläuterungen und halten sie für wichtig, bes. wg. der enthaltenen Beispiele. Eine Trennung zwischen Anwendungsregeln und Erläuterungen ist nicht nötig, wenn der Sachverhalt gut gegliedert und verständlich ist. Ein engeres Nebeneinander von RDA-Regel und Anwendungsregel wäre hilfreich. Gerne noch mehr Beispiele.


UB Bochum

Wir nutzen die Anwendungsregeln und Erläuterungen. Auf die Erläuterungen möchten wir keinesfalls verzichten. Eine Zusammenführung ist wünschenwert, wenn die Übersichtlichkeit nicht verloren geht.   

LBZ Rheinland-Pfalz

Wir nutzen grundsätzlich die AWR in Kombination mit den Erläuterungen, da letztere in der Regel die entscheidenden Praxishinweise zum oft abstrakt gehaltenen Regelwerkstext und vor allem Beispiele bieten, auf die wir nicht verzichten möchten.

Inhaltlich sollte beides erhalten bleiben.

Was die Struktur, Indexierung und zukünftige Verlinkung im neuen Toolkit angeht sind wir offen für neue Lösungen, da wir Aufbau und Inhalte des überarbeiteten, endgültigen Toolkit noch nicht kennen.

Eine erweiterte Beispielsammlung ist wünschenswert, vermag unter Umständen eine zusätzliche, im Haus geführte Beispielsammlung mit lokalen Besonderheiten (für Spezial- oder Regionalbibliotheken) jedoch nicht ganz zu ersetzen.

Diözesan- und Dombibliothek Köln

Die Unterscheidung zwischen Anwendungsregel und Erläuterung ist u.E. nicht wichtig. Die Erläuterungen sind teilweise sehr umfangreich und können auf keinen Fall weggelassen werden! (z.B. die Erläuterungen zu Faksimiles und Reproduktionen.) Manchmal ist eine Erläuterung ein Hinweis auf den Hintergrund einer Anwendungsregel, manchmal wird man auf andere Stellen verwiesen, teilweise enthalten sie aber wichtige Regelungen (z.B. „Das erste Wort eines Alternativtitels beginnt großgeschrieben.“) Deshalb ist sowieso unklar, weshalb zwischen Anwendungsregeln und Erläuterungen unterschieden wurde.

Grundsätzlich ist die Arbeit mit den Anwendungsrichtlinien kompliziert und unübersichtlich, da man ständig zwischen RDA und den D-A-CH hin- und herspringen muss, um den für uns geltenden Text zu verstehen. Ganz schrecklich sind Anwendungsregeln wie: „Wenden Sie die Alternative nicht an“. Zusätzlich gibt es Links zu Arbeitshilfen und oft konsultiert man auch noch die Schulungsunterlagen bzw. die Fragen und Antworten dazu im hbz-wiki. Das macht das Katalogisieren nach RDA umständlich und mühsam.

Wir wünschen uns einen integrierten Text, in dem genau die Regeln stehen, die im deutschen Sprachgebiet anzuwenden sind.

UB Paderborn

In der täglichen Praxis findet der Regelwerkstext aus dem Toolkit samt AWR und Erläuterungen nicht mehr regelmäßig Anwendung. Vielmehr werden nach wie vor die Schulungsunterlagen und eigene Beispiele zu bestimmten Sachverhalten  genutzt und auf die Arbeitshilfen zurückgegriffen. Dabei erscheint der Umstand, dass diese nicht direkt im Regelwerk zu lesen sind, sondern sich erst durchgeklickt werden muss, als wenig hilfreich.

Wenn aber doch das Regelwerk zu Rate gezogen wird, sind die AWR häufig nur in Verbindung mit den Erläuterungen verständlich. Diese könnten gern in einen Text zusammengezogen werden. Oft geäußert ist der Wunsch, dann auch passende Beispiele im Erläuterungstext zu finden.

Nach unserem Eindruck wäre eine freiere Übersetzung eine Möglichkeit, die Anzahl der AWRs zu verringern, da sicher einige dabei sind, die nur missverständliche Passagen ausdeuten.





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